F Wo sind die Insekten geblieben? - Garten- und Landschaftsbau Meisterbetrieb - Axel Buch - Ihr Gärtner mit Ideen in Cuxhaven Wo sind die Insekten geblieben?

Wo sind die Insekten geblieben?

Ich werde sehr häufg darauf angesprochen,
dass sich immer weniger Insekten und Vögel im Garten aufhalten.


Daraufhin habe ich mir Gedanken gemacht,
wie man Lebensräume für Insekten schaffen kann,
um die Umwelt ein wenig zu verbessern.


Man kann natürlich ein „Insektenhotel“ aufstellen,
das ist schon mal ein guter Anfang!

Besser und viel einfacher ist es, einen Teil der Rasenfläche für die Insekten zur Verfügung zu stellen.
Die einfachste Maßnahme ist, eine Rasenfläche im Garten auszuwählen und in Ruhe zu lassen.


Die entstehende Wiese darf auf keinen Fall gedüngt werden, weil die meisten Wildblumen/Wildkräuter Magerpflanzen sind und mit ganz wenig Nähstoffen zurecht kommen.
Der Standort ist eigentlich nicht so wichtig. Allerdings, wenn die Insekten selber wählen dürften, würden sie ein sonniges Plätzchen vorziehen.
Eine Wiese muss nur ein Mal im Jahr gemäht werden.
Der beste Schnittzeitpunkt ist Oktober, wenn sich die Blumen ausgesät haben.
Eine Wiese mäht man etwas höher als normalen Rasen, Schnitthöhe ca. 6-10 cm.


Also, die höchste Stufen vom Rasenmäher.
Den Rasenmäher ohne Fangkorb einsetzen.
Wenn Ihr Rasenmäher die Wiese nicht schafft, verwenden Sie eine Motorsense.


Das Schnittgut kann liegenbleiben, sollte aber möglichst klein geschnitten sein.
Den Rasenmäher sehr langsam schieben oder mehrmals hintereinander mähen.
Wer Rasenmähen grundsätzlich nicht mag oder keine Zeit hat, kann die Wiese auch einfach Wiese sein lassen. Schließlich mäht in der Natur ja auch niemand die Wiesen ab.
Allerdings sieht es dann im nächsten Jahr etwas unordentlich aus, weil die braunen Halme durchschimmern und die neuen Pflanzen teilweise nicht durch die umgefallenen Büschel durchwachsen können.
Liebhaber von Blumen- bzw. Kräuterwiesen müssen sich allerdings etwas mehr Mühe geben!
Wie schon erwähnt sind Wiesenblumen und Kräuter Magerpflanzen.
Unsere Böden sind in der Regel zu Fett und müssen abgemagert werden - das ist nicht ganz so einfach.


Auf keinen Fall die Wiese düngen!


Bevor die Wiese angelegt wird, den Rasen stark vertikutieren, so dass die Fläche fast nicht mehr grün ist.
Sorgfältig alle Pflanzenreste abharken.
Wenn möglich den Boden aerifzieren.
Blumen- bzw. Kräutersamen kaufen (im Fachhandel erhältlich).


Kleiner Tipp:
Blumensamen sind sehr teuer, um so billiger die angebotenen Blumen-/Kräutersamen sind, um so weniger Blumen sind in der Mischung!

Also hier besser nicht sparen.
Samen nach Packungsanweisung auf der Fläche aussäen.
Jetzt muss die ganze Fläche abgedeckt werden.Sand und gesiebten Mutterboden im Verhältnis 70/30 mischen und mindestens 2-3 cm über die Fläche ziehen.
Sollte es nicht regnen (bei uns eher selten), muss die Fläche feucht gehalten werden bis die Pflanzen ca. 10 cm hoch sind und ein einigermaßen gleichmäßiger Teppich erkennbar ist.


An manchen Stellen wächst es besser, die Aussaat wird unregelmäßig sein.
Dies liegt zum größten Teil an den Nährstoffen im Boden.
Das ist ok! Frühestens nach 10 Wochen, Flächen ab einer Größe von 100-200 m² nachsäen.
Grundsätzlich wachsen diese Flächen auch von alleine zu.
Wer keinen Samen mehr hat, lässt es wie es ist.


Der Nachteil von Blumen und Kräutern ist, dass die Samen sich nicht unbedingt alle wieder in der Wiese aussäen.


Deswegen muss in den ersten Jahren nachgesät werden, damit die Blumen nicht ganz verschwinden.


Aber sie werden feststellen, dass sich wieder mehr Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und andere
kleine brummende Insekten in Ihrem Garten aufhalten.
Es ist natürlich auch möglich, eine größere Wiesen anzulegen.
Je größer desto besser, die Natur wird es Ihnen danken.
Schöner Nebeneffekt: eine Wiese produziert wesentlich mehr Sauerstoff als Rasen!
Wiesen sind nicht so begehbar wie Rasen, weil natürlich die Halme abknicken.
Aber Sie können ganz einfach mit dem Rasenmäher einen schönen geschwungenen Weg in die Wiese mähen und die Bewohner in dem neu geschaffenen Lebensraum beobachten oder den unzähligen Geräuschen lauschen.


Viel Spaß im Garten!
Euer Gärtner